Zum Inhalt springen

Krankenkassen & Gesundheit

Versicherten­kommunikation für Krankenkassen – relevant, nicht unheimlich

Die PBM Kampagnenplattform begleitet Versicherte bei Eintritt, Vorsorge, Bonusprogramm und Lebensereignissen – per E-Mail, Brief, Landingpage und SMS. Individuell für jeden Empfänger – aber nur mit Daten, die dafür freigegeben sind. Diagnosen und Abrechnungsdaten braucht sie dafür nicht.

Aylin Demir, 29 Beispiel

Muster BKK · Familienversicherung fürs erste Kind beantragt

Welche Fragen stellen Krankenkassen, bevor sie Kommunikation automatisieren?

Vier Fragen hören wir von Marketing, Datenschutz und IT immer wieder. Die Antworten sind Mechanismen, keine Versprechen.

Marketing & Versichertenkommunikation

„Wir erreichen Neumitglieder erst, wenn sie etwas brauchen.“

Onboarding als Journey:

Die ersten 90 Tage begleiten, Kanal für Kanal, mit Reminder und Ziel.

Datenschutz

„Darf ich das überhaupt mit Sozialdaten?“

Zweck zuerst:

Sie bestimmen die Merkmale je Liste. Jede Ausspielung steht im Audit-Log.

IT & Auslagerung

„Wo liegen die Daten, und wer sieht sie?“

Eigene Installation in Deutschland:

Single-Tenant, harte Sichtgrenzen, Rollen und SSO.

Servicecenter

„Das Servicecenter hat keine Zeit für noch ein Tool.“

Kundenkarte statt Extra-Arbeit:

Sehen, was ein Versicherter erhalten hat. Aufgaben nur, wenn jemand Rückruf wünscht.

Grenze zum Unheimlichen

Was personalisiert die PBM Kampagnenplattform bei Krankenkassen – und was bewusst nicht?

Personalisiert wird mit Anlass, Lebensphase und Journey-Verhalten – nicht mit Krankengeschichte. Eine Nachricht soll sich anfühlen wie guter Service, nicht wie ein Blick in die Patientenakte.

Welche Daten die PBM Kampagnenplattform bei Krankenkassen für Relevanz nutzt – und welche bewusst nicht
Nutzen wir für RelevanzNutzen wir bewusst nicht
Mitgliedschaft: Beginn, Status, FamilienversicherungDiagnosen, ICD-Codes, Befunde
Alter und daraus folgende Ansprüche (z. B. Vorsorge)Arzneimittel-, Krankenhaus- und Abrechnungsdaten
Ereignisse, die der Versicherte selbst auslöst (Antrag, Anmeldung)Arbeitsunfähigkeitszeiten, Pflegegrad
Kanal-Einwilligungen und WidersprücheSchwangerschaft, bevor die Versicherte sie selbst mitteilt
Verhalten in der Journey (Landingpage besucht, Termin gewählt)Rückschlüsse wie „Sie waren lange nicht beim Arzt“ ohne Einwilligung

Die rechte Spalte ist keine Einschränkung der Software, sondern unsere Empfehlung für Ihre Merkmalsauswahl. Die PBM Kampagnenplattform verarbeitet nur Merkmale, die Sie je Liste definieren und importieren. Was nicht importiert wird, kann nicht personalisiert werden. Jede Nachricht kann einen Baustein „Warum erhalte ich diese Nachricht?“ tragen – als globaler Inhaltsbaustein, einmal formuliert, überall gleich.

„Vertrauen ist bei Krankenkassen die eigentliche Währung. Relevanz darf es nie aufs Spiel setzen.“

Inhalts-Editor · Willkommen Familienversicherung Freigegeben · DE

Felder

  • [Mitgliedschaftsfelder]
  • [Kanalfelder]
  • Bonus-Variante

Feld · Bonus-Variante · 3 Varianten

FamilieAktiv in Vorschau

contact.familienversicherte_kinder > 0

[Text der Variante „Familie“]

Berufseinstieg

contact.alter < 27

StandardStandard

default

Vorschau als

Aylin Demir

[Vorschau-Anfang]

[Text der Variante „Familie“]

Beispiel · Demo-Daten[Bildunterschrift je Seite]

Journeys aus der Praxis · Beispiele

Welche Journeys lohnen sich für Krankenkassen zuerst?

Vier Anlässe, bei denen Versicherte Orientierung erwarten. Alle Namen und Werte sind Beispiele.

Journey 1

BriefE-MailLandingpage

Neumitglieder-Onboarding: die ersten 90 Tage

Trigger / Anlass

Mitgliedschaft beginnt. Das Bestandssystem meldet den Eintritt per API; die Journey startet am selben Tag.

Segment

mitglied_seit <= 7 Tage und status = aktiv (rollierend: Wer heute eintritt, startet heute).

Kanäle & Schritte
  1. Tag 0 – Willkommensbrief vom Servicecenter mit persönlichem Zugangscode zur Landingpage „Ihre ersten 90 Tage“.
  2. Tag 3 – E-Mail mit denselben Inhalten, wenn eine E-Mail-Einwilligung vorliegt.
  3. Warten auf Ereignis: Landingpage-Login, 10 Tage.
  4. Kein Login → ein Reminder (E-Mail, sonst Brief).
  5. Tag 30 – Einladung ins Bonusprogramm, Variante nach Lebensphase (Familie, Berufseinstieg, 50 plus).
  6. Tag 60 – Hinweis zur Familienversicherung als allgemeiner Baustein für alle.
  7. Tag 90 – Exit „abgeschlossen“.
Fallback

Ohne E-Mail-Einwilligung läuft die gesamte Journey per Brief. Auf der Landingpage kann die Einwilligung erteilt werden; sie wird dokumentiert.

Personalisierungshebel

Lebensphase aus Alter und Familienstand, Absender (Servicecenter oder benannte Kundenberaterin), Zeitpunkt.

Compliance-Besonderheit

Werbung für freiwillige Zusatzangebote nur mit Einwilligung; reine Service-Information getrennt halten.

Ziel

Mikro – Landingpage-Login, E-Mail-Einwilligung erteilt · Makro – Anmeldung im Bonusprogramm.

Messgrößen

Login-Quote je Kanal, Anteil erteilter Einwilligungen, Bonus-Anmeldungen, Austrittsgründe.

Journey 2

E-MailLandingpageBriefSMS

Lebensereignis Geburt: Familienversicherung und erstes Jahr (Beispiel: Aylin Demir, 29)

Trigger / Anlass

Aylin Demir beantragt die Familienversicherung für ihr Neugeborenes. Nicht der Trigger: Abrechnungsdaten aus der Schwangerschaft.

Segment

ereignis = antrag_familienversicherung_kind in den letzten 7 Tagen.

Kanäle & Schritte
  1. Innerhalb von 3 Tagen – Bestätigung und Glückwunsch per E-Mail (Einwilligung vorhanden), mit Link zur Landingpage „Das erste Jahr mit Kind“.
  2. Landingpage: Status der Familienversicherung, Vorsorge-Untersuchungen fürs Kind im Überblick, Familienvariante des Bonusprogramms.
  3. Warten 21 Tage; ohne Besuch ein Reminder per E-Mail.
  4. Monat 6 – kurze Erinnerung an anstehende Kinder-Vorsorge, nur wenn Aylin Demir der Information nicht widersprochen hat.
Fallback

Ohne E-Mail-Einwilligung Brief; SMS nur mit SMS-Einwilligung.

Personalisierungshebel

Anlass, Zeitpunkt, Bonus-Variante Familie, Servicecenter als Absender.

Compliance-Besonderheit

Endet die Familienversicherung unerwartet, verlässt der Kontakt beim nächsten Abgleich das Segment. Die Journey stoppt – kein Glückwunsch-Reminder zur falschen Zeit.

Ziel

Mikro – Landingpage besucht · Makro – Bonusprogramm Familie aktiviert.

Messgrößen

Reaktionszeit ab Antrag, Aktivierungen, Widerspruchsquote.

Journey · Lebensereignis Geburt Muster BKK
  1. Eintritt

    Ereignis: Antrag Familienversicherung Kind

  2. Tor

    Consent je Kanal

  3. Kanal-Weiche

    Brief

    Glückwunsch

  4. Warten auf Ereignis

    LP-Besuch (21 Tage)

    Absender
    Servicecenter Muster BKK
  5. Ja

    Ziel · Makro

    Bonus Familie aktiviert

    Nein

    Reminder

    Reminder E-Mail

    Exit

    abgeschlossen

Beispiel[Bildunterschrift je Seite]
Muster BKK

Ihre persönliche Übersicht

Geburtsdatum verdeckte Eingabe
Zugangscode aus Ihrem Brief verdeckte Eingabe
Übersicht öffnen

Datenschutz: Ohne Geburtsdatum und Code werden keine Daten angezeigt.

Muster BKK

Frau Demir, Ihr erstes Jahr mit Kind

  • Familienversicherung (abgeschlossen)
  • Vorsorge fürs Kind
  • Bonusprogramm Familie
Beispiel · Demo-Daten[Bildunterschrift je Seite]

Journey 3

BriefE-MailLandingpage

Vorsorge-Erinnerung mit Brücke ins Bonusprogramm (Dauerkampagne)

Trigger / Anlass

Monatlich: Versicherte erreichen ein Alter, ab dem ein Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung besteht.

Segment

Alter und Anspruchsberechtigung – keine Daten über bisherige Arztbesuche.

Kanäle & Schritte
  1. Brief oder E-Mail (je Einwilligung) mit sachlicher Information zu Nutzen und Ablauf.
  2. Landingpage mit Checkliste und Feld „Schon erledigt?“ als freiwillige Eigenangabe.
  3. Eigenangabe erledigt → Exit „Ziel erreicht“ und Hinweis auf Bonuspunkte.
  4. Sonst nach 8 Wochen genau ein Reminder, danach Wiedereintrittssperre bis zum nächsten Anspruch.
Fallback

Brief ist Standardkanal für Versicherte ohne digitale Einwilligung.

Personalisierungshebel

Art der Untersuchung, Alter, Zeitpunkt, Tonalität (sachlich statt dringlich – die KI-Tonalitätsprüfung blockiert „zu dringlich“).

Compliance-Besonderheit

Für organisierte Früherkennungsprogramme nach § 25a SGB V gelten eigene Vorgaben: Einladung in Textform, Information zu Nutzen und Risiken, Hinweis auf das Widerspruchsrecht. Daten zur Inanspruchnahme nur mit Einwilligung. Pflichttexte als globale Inhaltsbausteine.

Ziel

Mikro – Landingpage besucht · Makro – Untersuchung als erledigt gemeldet.

Messgrößen

Eigenangaben „erledigt“, Reminder-Wirkung, Widerspruchs- und Abmeldequote als Frühwarnsignal für zu viel Nähe.

Journey 4

BriefE-MailLandingpage

Zusatzbeitrag steigt: transparent erklären statt Kündigungswelle abwarten

Trigger / Anlass

Der Verwaltungsrat beschließt einen höheren Zusatzbeitragssatz. Einzelkampagne rechtzeitig vor dem Monat der Erhöhung.

Segment

Beitragszahlende Mitglieder, unterteilt nach Mitgliedergruppe (beschäftigt, selbst zahlend, Rente).

Kanäle & Schritte
  1. Sachlicher Brief bzw. E-Mail: neuer Satz, was er für die jeweilige Mitgliedergruppe bedeutet, Hinweis auf das Sonderkündigungsrecht und seine Frist.
  2. Landingpage „Was ändert sich für mich?“ mit Leistungen und Services nach Lebensphase.
  3. Option „Rückruf gewünscht“ → Aufgabe fürs Servicecenter (die Anfrage ist die Einwilligung ins Gespräch).
  4. Nach 4 Wochen – Bonus- und Serviceinformation nur an Mitglieder mit Werbe-Einwilligung.
Fallback

Brief für alle ohne E-Mail-Einwilligung.

Personalisierungshebel

Mitgliedergruppe, Argument-Pool (Service, Bonusprogramm, Familienleistungen), Absender.

Compliance-Besonderheit

Höchste Priorität – andere Kampagnen pausieren in dieser Zeit. Keine Prämien für den Verzicht auf einen Wechsel, keine Haltegespräche per Telefon ohne Einwilligung, keine abwertenden Vergleiche mit anderen Kassen (Wettbewerbsgrundsätze). Die gesetzliche Hinweispflicht ist entfallen (siehe S6) – die Journey bleibt freiwillige Transparenz.

Ziel

Mikro – Landingpage besucht, Rückruf angefragt · Makro – Mitglied bleibt über den Ablauf der Sonderkündigungsfrist.

Messgrößen

Kündigungen im Wirkungsmonat (sichtbar als Austrittsgrund „Segment verlassen“), Rückrufwünsche, Landingpage-Besuche je Mitgliedergruppe.

Was unterscheidet die PBM Kampagnenplattform für Krankenkassen?

  • Eigene Installation in Deutschland.

    Single-Tenant: kein geteilter Datenbestand mit anderen Unternehmen. Hosting standardmäßig in Deutschland.

  • Einwilligung pro Kanal vor jedem Versand.

    Das Compliance-Gate lässt sich nicht abschalten. Ein Widerspruch stoppt sofort alles.

  • Der Brief ist kein Anhängsel. Er ist ein Kanal.

    Personalisiertes PDF je Versichertem, Übergabe an den Lettershop per SFTP.

  • Relevanz statt Menge.

    Kontaktobergrenzen über alle Kanäle, Ruhezeiten, Priorisierung – Servicenachrichten als Ausnahme konfigurierbar.

  • Die KI formuliert. Entscheiden tun Sie.

    Tonalitätsprüfung blockiert vor der Freigabe; Freigabe im 4-Augen-Prinzip.

  • Alles nachvollziehbar.

    Audit-Log für jede Freigabe und jeden Zugriff; auf Knopfdruck erklärbar, wer einen Datensatz sehen darf.

Compliance-Gate · Vorsorge-Einladung Oktober Beispieldaten

Versandvorbereitung · Stapel „Vorsorge-Einladung Oktober“18.240 Kontakte

  • nur Brief erlaubt → Fallback Brief 11.112Warum?
  • Widerspruch → gestoppt 96Warum?
  • Frequenzgrenze erreicht → verschoben 127Warum?

Dieses Gate kann nicht deaktiviert werden.

Beispiel · Demo-Daten[Bildunterschrift je Seite]

Regulierung · Stand: September 2026

Welche Regeln gelten für die Kommunikation von Krankenkassen?

Krankenkassen verarbeiten Sozialdaten. Die sind durch das Sozialgeheimnis geschützt und streng zweckgebunden. Private Krankenversicherer verarbeiten Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO und unterliegen der Schweigepflicht.

  • Sozialgeheimnis und Zweckbindung: Sozialdaten dürfen nicht unbefugt verarbeitet werden (§ 35 SGB I), nur für die in § 284 Abs. 1 SGB V genannten Aufgaben, für andere Zwecke nur, soweit das Sozialgesetzbuch es erlaubt (§ 284 Abs. 3 SGB V).
  • Individuelle Versorgungsinformation: § 68b SGB V erlaubt Informationen zu individuell geeigneten Versorgungsleistungen. Die Teilnahme ist freiwillig, Widerspruch jederzeit möglich; beim ersten Kontakt ist darauf hinzuweisen.
  • Bonusprogramme: Zum Nachweis der Bonus-Voraussetzungen dürfen Kassen vorhandene Daten nur mit schriftlicher oder elektronischer Einwilligung verarbeiten (§ 65a Abs. 1 SGB V).
  • Werbung: Nach den Gemeinsamen Wettbewerbsgrundsätzen der Aufsichtsbehörden braucht Werbung per E-Mail oder SMS eine gesonderte Einwilligung; Telefonwerbung, auch Rückhol- und Haltegespräche, ebenfalls.
  • Zusatzbeitrag: Das Sonderkündigungsrecht besteht bis zum Ablauf des Monats, für den erhöht wird (§ 175 Abs. 4 SGB V). Das gesonderte Hinweisschreiben ist seit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (in Kraft 30.07.2026) keine Pflicht mehr; eine Rückkehr der Pflicht wird diskutiert.
  • Auftragsverarbeitung: Vor der Beauftragung zeigt die Krankenkasse sie ihrer Aufsichtsbehörde an; die Verarbeitung muss im Inland, in der EU oder einem gleichgestellten Staat erfolgen (§ 80 SGB X).
  • Private Krankenversicherung: Gesundheitsdaten nur mit Rechtsgrundlage, meist ausdrücklicher Einwilligung (Art. 9 DSGVO). Dienstleister sind zur Geheimhaltung zu verpflichten (§ 203 Abs. 3 und 4 StGB).

Was die Plattform beiträgt: Hosting in Deutschland · eigene Installation · Einwilligungsprüfung je Kanal · Widerspruch stoppt sofort · Audit-Log · Rollen mit harten Sichtgrenzen · AVV, TOM und Subunternehmerliste für Ihre Anzeige.

Stand: September 2026. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.

Funktioniert das auch für private Krankenversicherer?

Ja. Die Journeys lassen sich übertragen: Onboarding nach Vertragsbeginn, Informationen zu Zusatz- und Wahltarifen nach Lebensphase, saisonale Hinweise wie Auslandsreise-Schutz vor den Sommerferien. Die Regel bleibt: Lebensphase statt Krankengeschichte. Für Versicherungsthemen wie Beitragsanpassungen lesen Sie auch unsere Seite für Versicherungen.

Häufige Fragen von Krankenkassen

Darf eine Krankenkasse ihre Versicherten personalisiert anschreiben?

Ja, in Grenzen. Sozialdaten dürfen nur für die gesetzlich erlaubten Zwecke verarbeitet werden (§ 284 SGB V). Erlaubt sind etwa individuelle Informationen zu geeigneten Versorgungsleistungen nach § 68b SGB V – mit Widerspruchsrecht. Werbung per E-Mail oder SMS braucht nach den Wettbewerbsgrundsätzen der Aufsichtsbehörden eine gesonderte Einwilligung. Stand: September 2026, ersetzt keine Rechtsberatung.

Welche Daten braucht die PBM Kampagnenplattform für Krankenkassen-Journeys?

Weniger, als viele erwarten: Mitgliedschaftsdaten, Alter, Kanal-Einwilligungen, Ereignisse wie ein Antrag auf Familienversicherung und das Verhalten in der Journey. Diagnosen oder Abrechnungsdaten sind nicht nötig. Sie legen die Merkmale je Liste selbst fest – was Sie nicht importieren, kann die Plattform nicht verwenden.

Wie unterstützt die PBM Kampagnenplattform die Anzeige nach § 80 SGB X?

§ 80 SGB X verlangt, dass die Krankenkasse die Auftragsverarbeitung ihrer Aufsichtsbehörde rechtzeitig vor Auftragserteilung anzeigt und dass die Verarbeitung im Inland, in der EU oder einem gleichgestellten Staat erfolgt. Die PBM Kampagnenplattform läuft standardmäßig in Deutschland, als eigene Installation je Kunde. AVV, TOM und Subunternehmerliste stellen wir für die Anzeige bereit.

Muss eine Krankenkasse bei einer Erhöhung des Zusatzbeitrags noch per Brief informieren?

Nach aktuellem Stand nicht mehr verpflichtend: Das gesonderte Hinweisschreiben wurde mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gestrichen, in Kraft seit 30. Juli 2026. Das Sonderkündigungsrecht nach § 175 Abs. 4 SGB V besteht weiter. Eine Wiedereinführung der Pflicht wird politisch diskutiert. Stand: September 2026, ersetzt keine Rechtsberatung.

Eignet sich die PBM Kampagnenplattform auch für private Krankenversicherer?

Ja. Für private Krankenversicherer gelten statt des Sozialdatenschutzes vor allem Art. 9 DSGVO für Gesundheitsdaten und die Schweigepflicht nach § 203 StGB. Die Mechanik bleibt gleich: Einwilligung je Kanal, Freigabe vor Versand, Audit-Log, eigene Installation mit Hosting in Deutschland.

Wie verhindert die Plattform, dass Versicherte zu oft angeschrieben werden?

Mit kanalübergreifendem Kontaktfrequenz-Management: Obergrenzen je Versichertem und Zeitraum, Mindestabstände, Ruhezeiten und eine Priorisierung konkurrierender Kampagnen. Die wichtigere Botschaft gewinnt, die andere wartet. Ein Widerspruch stoppt sofort alle laufenden Journeys.

Nächster Schritt

Bringen Sie einen echten Anwendungsfall mit – gern mit Ihrer Datenschutzbeauftragten.

In 45 Minuten skizzieren wir gemeinsam Ihre Journey – mit Ihren Merkmalen, Ihren Kanälen, Ihrer Marke. Danach wissen Sie, ob die PBM Kampagnenplattform zu Ihnen passt. Keine echten Versichertendaten nötig: Die Merkmalsstruktur reicht.

Hosting in Deutschland · Single-Tenant · Einwilligungsprüfung vor jedem Versand