Glossar
Glossar: Kampagnenmanagement und Datenschutz verständlich erklärt
19 Begriffe, die in Gesprächen über Kampagnen, Customer Journeys und Datenschutz immer wieder fallen – jeweils mit Kurzdefinition, Beispiel und Abgrenzung. Frei lesbar, ohne Anmeldung. Die rechtlichen Einträge haben den Stand September 2026 und ersetzen keine Rechtsberatung.
Begriffe von A bis Z
A
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Auftragsverarbeitung
Auftragsverarbeitung liegt vor, wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung eines Verantwortlichen verarbeitet (Art. 4 Nr. 8, Art. 28 DSGVO). Im Unterschied zum Verantwortlichen entscheidet der Auftragsverarbeiter nicht selbst über Zwecke und Mittel der Verarbeitung.
RECHT · STAND 09/2026 Ganzer Eintrag: Auftragsverarbeitung
C
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Churn Prevention
Churn Prevention (Kündigungsprävention) umfasst alle Maßnahmen, die Kunden mit erkennbarem Abwanderungsrisiko rechtzeitig und passend ansprechen, bevor sie kündigen. Im Unterschied zur Kundenrückgewinnung setzt sie vor der Kündigung an – solange der Kunde noch Kunde ist.
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Compliance-Gate
Ein Compliance-Gate ist eine verbindliche Prüfstelle unmittelbar vor jedem Versand: Eine Nachricht passiert nur, wenn Einwilligung, Widerrufsstatus, Kontaktregeln und Inhaltsprüfung erfüllt sind. Im Unterschied zur einmaligen Freigabe einer Kampagne prüft es jeden einzelnen Kontakt zum Versandzeitpunkt.
PBM-BEGRIFF Ganzer Eintrag: Compliance-Gate
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Customer Journey
Eine Customer Journey ist der Weg, den ein Kunde über mehrere Kontaktpunkte zu einem Ziel geht – etwa vom ersten Hinweis bis zum Beratungstermin. In einer Kampagnenplattform bezeichnet „Journey“ zudem den automatisierten Ablauf aus Schritten, Wartezeiten und Verzweigungen, der diesen Weg steuert.
D
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Double-Opt-in
Double-Opt-in ist ein zweistufiges Anmeldeverfahren: Nach der Anmeldung erhält die Person eine E-Mail mit Bestätigungslink; erst nach dem Klick wird sie eingetragen. Im Unterschied zum Single-Opt-in belegt das Verfahren, dass die Einwilligung tatsächlich vom Inhaber der E-Mail-Adresse stammt.
RECHT · STAND 09/2026 Ganzer Eintrag: Double-Opt-in
E
-
Einwilligungsmanagement
Einwilligungsmanagement ist die systematische Erfassung, Dokumentation, Prüfung und Umsetzung von Einwilligungen und Widerrufen – je Person, Zweck und Kanal. Im Unterschied zum Cookie-Banner einer Website steuert es, wer über welchen Kanal Werbung und personalisierte Kommunikation erhalten darf.
RECHT · STAND 09/2026 Ganzer Eintrag: Einwilligungsmanagement
F
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First-Party-Daten
First-Party-Daten sind Daten, die ein Unternehmen selbst und direkt in der Beziehung zu seinen Kunden erhebt – etwa Vertrags-, Stamm- und Interaktionsdaten aus eigenen Kanälen. Im Unterschied zu Third-Party-Daten stammen sie nicht von Datenhändlern oder fremden Websites.
H
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Hyperpersonalisierung
Hyperpersonalisierung ist die individuelle Ansprache jedes einzelnen Empfängers: Inhalt, Argument, Bild, Kanal, Zeitpunkt und Absender werden anhand seiner Daten und seines Verhaltens ausgewählt. Im Unterschied zur Personalisierung verändert sie nicht nur die Anrede, sondern die ganze Botschaft.
J
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Journey Orchestration
Journey Orchestration ist die automatische Steuerung vieler Customer Journeys gleichzeitig: Sie entscheidet je Kontakt, welche Journey, welcher Kanal und welcher nächste Schritt gilt – unter Beachtung von Einwilligungen, Prioritäten und Kontaktgrenzen. Im Unterschied zum Journey Mapping wird hier nicht geplant, sondern ausgeführt.
K
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Kontaktfrequenz-Management
Kontaktfrequenz-Management begrenzt, wie oft ein Kunde in einem Zeitraum kontaktiert wird – über alle Kampagnen und Kanäle hinweg. Im Unterschied zum Frequency Capping eines einzelnen E-Mail-Tools zählt es auch Briefe, SMS und Landingpage-Einladungen mit.
L
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Lead-Nurturing
Lead-Nurturing ist die schrittweise, auf den Informationsbedarf abgestimmte Begleitung von Interessenten bis zur Kaufbereitschaft. Im Unterschied zur einmaligen Werbeaktion liefert es über Wochen oder Monate passende Inhalte und übergibt an den Vertrieb, sobald Signale eine Kaufabsicht zeigen.
-
Lead Scoring
Lead Scoring bewertet Kontakte mit einem Punktwert danach, wie stark ihre Reaktionen auf Kaufinteresse hindeuten – etwa Landingpage-Besuche, gelesene Angebote oder Terminanfragen. Im Unterschied zum Lead-Nurturing ist es kein Kommunikationsprozess, sondern ein Messwert, der Prozesse steuert.
M
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Mandantenfähigkeit
Mandantenfähigkeit bezeichnet Software, die mehrere voneinander getrennte Kunden (Mandanten) in einer gemeinsamen Installation bedient – logisch getrennt, aber auf geteilter Infrastruktur und oft mit geteilter Datenbank. Im Unterschied dazu erhält bei Single-Tenant jeder Kunde eine eigene, isolierte Installation.
-
Mikro-Conversion
Eine Mikro-Conversion ist ein messbarer Zwischenschritt auf dem Weg zum eigentlichen Ziel – etwa ein Landingpage-Login oder das Lesen eines Angebots. Im Unterschied zur Makro-Conversion, etwa einem Vertragsabschluss, beendet sie die Journey nicht, zeigt aber, wo Kunden stehen und wo sie abspringen.
N
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Next Best Action
Next Best Action bezeichnet die Auswahl des für einen Kunden im Moment sinnvollsten nächsten Schritts – ein Angebot, ein Serviceinhalt, ein Beratungstermin oder bewusst keine Nachricht. Im Unterschied zur reinen Produktempfehlung wägt sie Kundennutzen, Unternehmensziel, Einwilligung und Kontakthäufigkeit gemeinsam ab.
P
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Personalisierung
Personalisierung ist die Anpassung einer Botschaft an Merkmale des Empfängers – meist über Platzhalter wie den Namen oder über Segmente wie Region oder Kundengruppe. Im Unterschied zur Hyperpersonalisierung bleibt die Botschaft innerhalb eines Segments für alle Empfänger im Kern gleich.
-
Profiling
Profiling ist nach Art. 4 Nr. 4 DSGVO jede automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, mit der persönliche Aspekte einer Person bewertet werden – etwa um Vorlieben, Interessen, Verhalten oder wirtschaftliche Lage zu analysieren oder vorherzusagen. Im Unterschied zur bloßen Segmentierung nach vorhandenen Merkmalen erzeugt es eine Bewertung.
RECHT · STAND 09/2026 Ganzer Eintrag: Profiling
S
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Single-Tenant
Single-Tenant bedeutet, dass jeder Kunde eine eigene, vollständig isolierte Installation einer Software erhält – mit eigener Datenbank und eigener Infrastruktur. Im Unterschied zu Multi-Tenant teilen sich keine Unternehmen denselben Datenbestand.
T
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Trigger-Kampagne
Eine Trigger-Kampagne startet automatisch, sobald ein definiertes Ereignis, ein Datum oder ein Verhalten eintritt – für jeden Kunden einzeln zu seinem Zeitpunkt. Im Unterschied zum Newsletter bestimmt der Anlass beim Kunden den Versandzeitpunkt, nicht der Redaktionsplan.
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