Was ist ein Compliance-Gate?
Warum eine Prüfung direkt vor dem Versand?
Zwischen dem Start einer Kampagne und dem einzelnen Versand können Tage oder Wochen liegen. In dieser Zeit widerrufen Kunden ihre Einwilligung, ändern Adressen oder erreichen die festgelegte Kontaktgrenze. Eine Prüfung nur beim Import oder beim Kampagnenstart würde diese Änderungen übersehen. Auch Inhalte können sich ändern – etwa wenn eine neue Textvariante ergänzt wird, die noch nicht geprüft ist.
Der Begriff Compliance-Gate beschreibt deshalb eine einzige Stelle, an der jeder Versand vorbeimuss – ohne Umweg. In der PBM Kampagnenplattform prüft das Gate je Kontakt und Kanal: Liegt die Einwilligung für diesen Kanal vor? Gibt es einen Widerruf? Ist die Kontaktgrenze erreicht? Hat der Inhalt die Compliance- und Tonalitätsprüfung bestanden? Ergebnisse sind eindeutig: versenden, auf einen erlaubten Kanal ausweichen, verschieben oder stoppen.
Das Gate lässt sich nicht per Schalter abschalten. Das ist bewusst so: Eine Schutzfunktion, die man im Termindruck deaktivieren kann, schützt im entscheidenden Moment nicht. Jedes Ergebnis wird protokolliert und ist später nachvollziehbar – für den Datenschutzbeauftragten ebenso wie für die Revision, die wissen will, warum ein bestimmter Kunde eine Nachricht erhalten hat oder nicht.
9.312 Kontakte erhalten die E-Mail, 2.604 ohne E-Mail-Einwilligung erhalten stattdessen einen Brief, 41 mit Widerruf werden gestoppt, 523 haben ihre Kontaktgrenze erreicht und werden verschoben. (Beispieldaten)
Abgrenzung
| Begriff | Unterschied |
|---|---|
| Freigabe (4-Augen-Prinzip) | Menschen geben Kampagne oder Inhalt einmalig frei; das Gate prüft danach jeden Versand |
| Filter beim Import | prüft einmalig beim Einlesen, nicht zum Versandzeitpunkt |
| Spamfilter | sitzt beim Empfänger und bewertet eingehende Mails, nicht die Rechtmäßigkeit |
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