Mittelstand · B2B-Industrie · Großhandel
Marketing Automation für Mittelstand und B2B: jeden Kunden individuell ansprechen – auch mit kleinem Team
Ihre Kundendaten liegen in Excel und im ERP, im Marketing arbeiten ein bis zwei Menschen. Die PBM Kampagnenplattform macht daraus Kampagnen, die von selbst weiterlaufen – per E-Mail, Brief, Landingpage und SMS. Die KI formuliert. Entscheiden tun Sie.
2 Personen im Marketing
Kunde: Beispiel Kunststoff GmbH, Einkauf · Wartungsvertrag endet in 90 Tagen
Einfach erklärt
Was heißt „Hyperpersonalisierung“ für ein mittelständisches Unternehmen?
Hyperpersonalisierung heißt: jeden Kunden individuell ansprechen. Im Unterschied zur einfachen Personalisierung ändert sich nicht nur die Anrede, sondern die ganze Nachricht – Inhalt, Argument, Kanal, Zeitpunkt und Absender.
Die Daten dafür haben Sie meist schon: Anlagentyp, Vertragsende, Ansprechpartner. Individuell für jeden Empfänger – aber nur mit Daten, die dafür freigegeben sind.
Welche Fragen stellen kleine Marketingteams vor dem Start?
„Schaffe ich das neben allem anderen?“
Ein Anlass zuerst:
Eine Dauerkampagne, einmal gebaut, läuft jeden Monat weiter.
„Unsere Daten sind ein Excel-Export.“
KI-Mapping beim Import:
Die KI ordnet Spalten zu, Sie bestätigen. Re-Import löscht nie.
„Wir haben keine Texter.“
Vorschläge mit Freigabe:
Vorlage aus Ihrer CI, Textvarianten, Übersetzungen – als Entwurf.
„Der Vertrieb soll nicht übergangen werden.“
Aufgaben statt Konkurrenz:
Warme Kontakte landen beim Innen- oder Außendienst.
Beispielplan · 4 Wochen
Wie kommt ein kleines Team in 30 Tagen zur ersten automatisierten Kampagne?
Mit einem Anlass, einer Liste und vier Wochen. So kann ein realistischer Plan aussehen:
-
Woche 1 – Anlass und Daten. Sie wählen einen wiederkehrenden Anlass, zum Beispiel auslaufende Wartungsverträge. Den ERP-Export laden Sie hoch; die KI schlägt das Spalten-Mapping vor, Sie bestätigen. Einwilligungen je Kanal werden als Merkmal übernommen.
-
Woche 2 – Marke und Vorlagen. Logo, Farben, Schriften, Impressum und Absender einmal hinterlegen. Die KI erstellt einen Vorlagen-Entwurf aus Ihrer CI. Mit „Build your Campaign“ beschreiben Sie Ihr Ziel in einem Satz und erhalten ein Kampagnengerüst.
-
Woche 3 – Journey und Freigabe. Wartezeiten, Reminder und Brief-Fallback prüfen, Textvarianten je Kundengruppe festlegen, Kontaktregeln setzen. Die Geschäftsführung gibt als zweites Augenpaar frei.
-
Woche 4 – Start und erster Blick. Die Kampagne geht live und nimmt jeden Monat neue Verträge auf. Der Innendienst erhält Aufgaben bei warmen Kontakten. Nach einer Woche sehen Sie die ersten Zahlen.
| Quellspalte | zugeordnet zu | Merkmal | KI-Konfidenz |
|---|---|---|---|
| VERTR_ENDE | KI-Vorschlag: wartungsvertrag_ende | 97 % | |
| ANSPR_INNENDIENST | KI-Vorschlag: berater | 91 % | |
| EMAIL_WERBUNG_OK | KI-Vorschlag: consent_email | 88 % | |
| ANL_ANZ | KI-Vorschlag: anlagen_anzahl | 93 % | |
| KZ_SONDER | unklar – bitte zuordnen | ||
Upsert über Kundennummer · löscht keine Kontakte
„Kunden, deren Wartungsvertrag in 90 Tagen endet, sollen verlängern – E-Mail, falls Einwilligung, sonst Brief; Erinnerung nach 10 Tagen; Innendienst informieren, wenn nach 45 Tagen keine Reaktion.“
- SegmentWartungsvertrag endet in 90 Tagen
- E-Mailfalls EinwilligungBriefsonst
- Erinnerungnach 10 Tagen
- AufgabeInnendienst informieren, nach 45 Tagen ohne Reaktion
- ZielVerlängerung beauftragt
- Segment
- 2 Vorlagen
- Ziel „Verlängerung beauftragt“
Nichts wird ohne Freigabe aktiv.
Beispielplan. Die tatsächliche Dauer hängt von Datenlage, Freigaben und Anlass ab.
Journeys aus der Praxis · Beispiele
Welche Journeys bringen B2B-Unternehmen am schnellsten Wirkung?
Vier Anlässe, die fast jeder Hersteller und Großhändler kennt. Alle Namen und Werte sind Beispiele.
Journey 1
E-MailLandingpageBriefWartungsvertrag verlängern (Beispiel: Beispiel Kunststoff GmbH)
- Trigger / Anlass
Periodische Dauerkampagne: Jeden Monat treten Verträge ein, die in 90 Tagen enden.
- Segment
wartungsvertrag.ende in 90 Tagenundvertrag.status = aktiv.- Kanäle & Schritte
- Tag 0 – E-Mail an den Einkauf, Absender Vertriebsinnendienst, mit Link zur Landingpage „Ihr Wartungsvertrag“: Anlagen, Leistungsumfang, zwei Optionen.
- Warten auf Ereignis: Landingpage-Besuch, 10 Tage.
- Kein Besuch → Brief an den Einkauf mit persönlichem Code.
- Tag 45 ohne Reaktion → Aufgabe an den Innendienst: anrufen.
- Option gewählt → Bestätigung, Exit „konvertiert“.
- Fallback
Ohne E-Mail-Einwilligung startet die Journey mit dem Brief.
- Personalisierungshebel
Anzahl und Typ der Anlagen, Alter der Anlage → Argument (Verfügbarkeit, planbare Kosten, Modernisierung), zuständige Innendienst-Person als Absender.
- Compliance-Besonderheit
Anruf bei Geschäftskunden nur mit zumindest mutmaßlicher Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG).
- Ziel
Mikro – Landingpage besucht · Makro – Verlängerung beauftragt (Ereignis aus dem ERP per API oder Re-Import).
- Messgrößen
Verlängerungsquote, Tage bis Entscheidung, Anteil über Landingpage vs. Anruf.
-
Eintritt
Segment: Vertragsende in 90 Tagen
-
Tor
Consent je Kanal
-
Kanal-Weiche
E-Mail
Optionen
Brief
Optionen
-
Warten auf Ereignis
LP-Besuch (10 Tage)
-
Ja
Ziel · Makro, primär
Verlängerung beauftragt
Nein
Reminder
Reminder Brief
Warten
35 Tage
Aufgabe
Innendienst anrufen
Felder
- [Felder der Vorlage]
- Argument
Feld · Argument · 3 Varianten
VerfügbarkeitAktiv in Vorschau
contact.anlagen_anzahl >= 3[Text der Variante „Verfügbarkeit“]
Planbare Kosten
contact.einkauf_fokus == "kosten" Modernisierung
contact.anlage_baujahr < 2016 Vorschau als
Beispiel Kunststoff GmbH – Einkauf
[Vorschau-Anfang]
[Text der Variante „Verfügbarkeit“]
Journey 2
E-MailBriefLandingpageMesse-Leads nachfassen, bis der Vertrieb übernehmen kann
- Trigger / Anlass
Nach der Messe werden die Kontakte aus dem Lead-Scanner importiert; die Journey startet am Folgetag.
- Segment
quelle = messe_2026und dokumentierte E-Mail-Einwilligung.- Kanäle & Schritte
- Tag 1 – Dank-E-Mail vom Gesprächspartner am Stand, mit dem besprochenen Thema.
- Tag 7 – Fachinhalt passend zum Interesse (z. B. Anwendungsbericht zur Automatisierung).
- Tag 21 – Einladung zum Werksbesuch oder Webinar.
- Lead Score ≥ 60 → Aufgabe an den Außendienst mit Zusammenfassung der Aktivitäten.
- Ohne Reaktion nach Tag 45 → Exit „abgeschlossen“, Wiedereintritt erst zur nächsten Messe.
- Fallback
Ohne Einwilligung ein Brief mit persönlichem Code zur Landingpage, auf der die Einwilligung erteilt werden kann.
- Personalisierungshebel
Interessensgebiet aus dem Scanner, Gesprächspartner als Absender, Sprache (Übersetzung als KI-Vorschlag, Freigabe je Sprachfassung).
- Compliance-Besonderheit
Ob eine übergebene Visitenkarte als Einwilligung in E-Mail-Werbung genügt, ist umstritten. Sicher ist eine ausdrücklich dokumentierte Einwilligung.
- Ziel
Mikro – Inhalt geöffnet, Landingpage besucht · Makro – Angebot angefragt.
- Messgrößen
Score-Verlauf, Übergaben an den Vertrieb, Angebotsanfragen je Messe.
Journey 3
BriefLandingpageE-MailGroßhandelskunden reaktivieren, die nicht mehr bestellen
- Trigger / Anlass
Wöchentlich: Kunden, deren letzte Bestellung länger als 180 Tage zurückliegt.
- Segment
letzte_bestellung > 180 Tageundkundenkonto = aktiv.- Kanäle & Schritte
- Brief vom zuständigen Außendienst mit persönlichem Code: Landingpage mit Neuheiten aus den bisher bestellten Warengruppen.
- Nach 14 Tagen – E-Mail-Reminder an Bestandskunden (Voraussetzungen § 7 Abs. 3 UWG).
- Nach weiteren 14 Tagen → Aufgabe an den Innendienst.
- Neue Bestellung → Exit „Ziel erreicht“.
- Fallback
Hat der Außendienst gewechselt, greift die Fallback-Kette zum Innendienst.
- Personalisierungshebel
bisherige Warengruppen, Region, Absender, Argument (Sortimentsneuheit, Verfügbarkeit, Lieferzeit).
- Compliance-Besonderheit
Widerspruch gegen Werbung stoppt sofort; der Außendienst kann einzelne Kunden aus der Kampagne nehmen, etwa bei laufenden Verhandlungen.
- Ziel
Mikro – Landingpage besucht · Makro – Bestellung innerhalb von 60 Tagen.
- Messgrößen
Reaktivierte Kunden, Bestellungen je Kanal, herausgenommene Kunden.
Journey 4
E-MailBriefErsatzteile und Verbrauchsmaterial rechtzeitig nachbestellen
- Trigger / Anlass
Aus letzter Lieferung und typischem Verbrauch errechnet das ERP den nächsten Bedarf; die Plattform übernimmt das Datum als Merkmal.
- Segment
naechster_bedarf in 14 Tagen.- Kanäle & Schritte
- E-Mail: „Filterpatronen für Ihre Anlage – Nachbestellung vorbereitet“, mit Link zum Bestellweg.
- Warten auf Ereignis: Bestellung, 5 Tage.
- Keine Bestellung → Aufgabe an den Innendienst.
- Fallback
Ohne E-Mail-Einwilligung Brief oder Aufgabe an den Innendienst.
- Personalisierungshebel
Anlage, Artikel, Menge der letzten Lieferung, Zeitpunkt.
- Compliance-Besonderheit
Niedrige Priorität: Läuft gleichzeitig die Wartungsvertrags-Journey, wartet die Nachbestellung. Kontaktregeln verhindern zu viele Nachrichten.
- Ziel
Makro – Nachbestellung eingegangen.
- Messgrößen
Nachbestellquote, Tage vor Bedarf, Aufgaben für den Innendienst.
Was unterscheidet die PBM Kampagnenplattform für den Mittelstand?
-
Die KI formuliert. Entscheiden tun Sie.
Mapping, Vorlage, Kampagnengerüst und Texte als Vorschlag – abschaltbar.
-
Der Brief ist kein Anhängsel. Er ist ein Kanal.
Gerade im B2B erreicht er den Einkauf zuverlässig.
-
E-Mail, Brief, Landingpage und SMS – in einer Journey, nicht in vier Tools.
-
Vertrieb bleibt im Spiel.
Aufgaben bei warmen Kontakten, Kundenkarte, Kunden herausnehmen.
-
Mehrsprachig.
Übersetzungen als Vorschlag, Freigabe je Sprachfassung – für Kunden im Ausland.
-
Ihre eigene Installation.
Single-Tenant, Hosting in Deutschland.
„Kunden, deren Wartungsvertrag in 90 Tagen endet, sollen verlängern – E-Mail, falls Einwilligung, sonst Brief; Erinnerung nach 10 Tagen; Innendienst informieren, wenn nach 45 Tagen keine Reaktion.“
- Segment
- 2 Vorlagen
- Ziel „Verlängerung beauftragt“
Nichts wird ohne Freigabe aktiv.
Recht · Stand: September 2026
Was gilt für Werbung an Geschäftskunden?
Auch im B2B braucht E-Mail-Werbung grundsätzlich eine ausdrückliche Einwilligung. Beim Telefon reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Der Brief ist meist die unkomplizierteste Form.
- E-Mail: Werbung ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung ist unzulässig – auch gegenüber Unternehmen (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG).
- Bestandskunden: Ausnahme bei eigener Kundenbeziehung, ähnlichen eigenen Waren oder Dienstleistungen, ohne Widerspruch und mit klarem Hinweis bei Erhebung und jeder Verwendung (§ 7 Abs. 3 UWG).
- Telefon: Gegenüber Geschäftskunden genügt eine zumindest mutmaßliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG).
- Ansprechpartner sind Personen: Gegen Direktwerbung kann jede Person jederzeit widersprechen (Art. 21 DSGVO). In der Plattform stoppt ein Widerruf sofort alle Journeys.
Was die Plattform beiträgt: Einwilligung je Kanal vor jedem Versand geprüft · Brief-Fallback · Audit-Log · Hosting in Deutschland.
Stand: September 2026. Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung.
Womit möchten Sie weitermachen?
- Hyperpersonalisierung
- Journey Builder
- KI mit Freigabe
- Multichannel: E-Mail, Brief, Landingpage, SMS
- Anwendungsfall B2B-Lead-Nurturing
- Anwendungsfall Reaktivierung
- Anwendungsfall Vertragsverlängerung
- Glossar
- Playbook: [BLOG: Von Excel-Listen zur automatisierten Kampagne in 30 Tagen]
- Playbook: [BLOG: B2B-Lead-Nurturing bei langen Verkaufszyklen]
- Playbook: [BLOG: Mittelstand: Hyperpersonalisierung ohne Data-Science-Team]
Häufige Fragen aus Mittelstand und B2B
Lohnt sich Marketing Automation für ein Team mit ein bis zwei Personen?
Ja, wenn Sie mit einem Anlass beginnen, der regelmäßig wiederkehrt – etwa auslaufende Wartungsverträge. Eine einmal gebaute Dauerkampagne läuft danach jeden Monat von selbst. Die KI der PBM Kampagnenplattform schlägt Spalten-Mapping, Vorlagen und Kampagnengerüst vor; Sie prüfen und geben frei.
Was bedeutet Hyperpersonalisierung für ein mittelständisches Unternehmen?
Hyperpersonalisierung heißt: jeden Kunden individuell ansprechen. Nicht nur die Anrede ändert sich, sondern Inhalt, Argument, Kanal, Zeitpunkt und Absender – passend zu dem, was Sie über den Kunden wissen, etwa Anlagentyp, Vertragsende oder zuletzt bestellte Warengruppe.
Wie kommen unsere Excel- und ERP-Daten in die PBM Kampagnenplattform?
Per Datei-Import oder per API. Beim Import schlägt die KI vor, welche Spalte zu welchem Merkmal gehört; Sie bestätigen. Ein erneuter Import aktualisiert bestehende Kontakte und löscht nie. Merkmale wie Anlagentyp oder Vertragsende legen Sie selbst fest.
Dürfen wir Geschäftskunden per E-Mail anschreiben?
Für Werbung per E-Mail braucht es auch im B2B grundsätzlich eine ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Ausnahme: Bestandskunden, ähnliche eigene Produkte, kein Widerspruch und ein klarer Hinweis (§ 7 Abs. 3 UWG). Der Brief ist eine gute Alternative. Stand: September 2026, ersetzt keine Rechtsberatung.
Schreibt die KI unsere Kampagnen allein?
Nein. Die KI formuliert. Entscheiden tun Sie. Vorschläge erscheinen als Entwurf, eine Compliance- und Tonalitätsprüfung läuft vor der Freigabe, und nichts wird ohne Freigabe aktiv. Die KI lässt sich auch ganz abschalten.
Eignet sich die PBM Kampagnenplattform für lange B2B-Verkaufszyklen?
Ja. Journeys können über Monate laufen, auf Ereignisse warten und mit einem erklärbaren Lead Score arbeiten. Erreicht ein Kontakt die Schwelle, erhält der Vertrieb eine Aufgabe. So nimmt der Außendienst Kontakt auf, wenn Interesse da ist – nicht nach Kalender.